Sammlung Fontana

 

Sammlung Pfarrer Hans Fontana (1919–2006) 

Kenner wissen schon seit vielen Jahren, dass Pfarrer Hans Fontana (1919–2006) die Kunst Ed­gar Vi­tals zeitlebens unterstützt hat. In für Bündner Verhältnisse schon fast ein­zigartiger, selbstloser Weise hat er Publikationen über Edgar Vital herausge­geben und Werke dieses und weiterer Künstler gekauft. Das Ergebnis der Auf­bauarbeit Fontanas war bis zu sei­nem Tod im Landrichterhaus in Donat zu sehen. 

Die «Sammlung Edgar Vital» bietet einen breiten Querschnitt durch das Leben des Künst­lers und ist für die Bündner Kunstgeschichte von grosser Be­deutung. Wie beim Werk vieler anderer Maler lässt sich auch hier ein durchaus qualitatives Gefälle feststellen. Spannend und aussagekräftig ist es jedoch als Gesamtes. Thematisch umfasst es das ganze Spektrum von den Landschaften über Bildnisse und Genres bis zu Blumenstilleben. Faszinierend ist die spontane, nie kleinliche Wiedergabe des Gesehenen, das den Cha­rakter eines Feuerwerks annehmen kann. Es war ein grosses Anliegen, dass die Sammlung Edgar Vital möglichst zu­sammen bleiben kann. In dieser Ein­heit wird das breite künstleri­sche Schaffen erst erleb­bar. Be­sonders schön wäre eine dauernde Präsenta­tion der Bilder im Tal der Ent­ste­hung, im Unterengadin. Zwi­schen der gemalten und der realen Land­schaft ent­stünde so ein dauer­hafter Dialog, der bei Einheimischen und Gästen zu wei­teren künstlerischen und sozialgeschichtlichen Erfor­schungen anre­gen könnte. Es be­steht die Chance, mit dem Blick auf Vital die Landschaft des Unterengadins in neuem Lichte zu sehen. Aber auch die anderen Bildgattungen erlau­ben einen Ein­blick in die Entwicklung einer geradlinigen Künstlerpersönlichkeit, die Er­fah­rungen des Impressionismus und des Expressionismus zu einer eigenständigen Bilderspra­che verwob.

1 Quellen:

Fontana, Hans (1969), Edgar Vital – Zeichnungen und Skizzen – Mit einem Beitrag von Dr. Ulrich Christoffel.

Dosch, Leza (2002), Zum Werk von Edgar Vital, Korrespondenz mit dem Amt für Kultur Kt. GR.

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